Zur Person
- Geboren am 30. 6. 1967 in Langenhagen/Hannover
- Ausbildung und Forschung (exemplarisch): Studium der Ethnologie und Pädagogik an der Universität Hamburg, Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg «Migration im modernen Europa» am IMIS, Universität Osnabrück, Dissertation «Ausländer und Kartoffeldeutsche. Identitätsperformanz im Alltag einer ethnisch gemischten Realschulklasse», 2000 Promotion zum Dr. phil. am FB Kulturgeschichte und Kulturkunde der Universität Hamburg.
- Gegenwärtige Tätigkeit: Wissenschaftliche Assistentin am Studiengang Kulturwissenschaft am Lehrstuhl Prof. Dr. Maya Nadig, FB 9 Kulturwissenschaften, Universität Bremen. Mehr über Cordula Weissköppel.
Ausgewählte Publikationen
- Die zweite Generation: Aufwachsen mit Alters- und Kulturdifferenzen im Einwanderungsland. In: Zeitschrift für Ethnologie, 2007, 132:181-208.
- (zs. mit A. Lauser): Die neue Aufmerksamkeit für Religion in der Transnationalismus- und Migrationsforschung. In: Lauser/ Weißköppel (Hg.): Migration und religiöse Dynamik. Ethnologische Religionsforschung im transnationalen Kontext. transcript: Bielefeld, 2008
- Hybridität. Die ethnografische Annäherung an ein theoretisches Konzept. In: D. Neubert/ R.Loimeier/ C. Weißköppel (Hg.): Globalisierung im lokalen Kontext. Konzepte und Perspektiven von Handeln in Afrika. Lit: Münster, Hamburg, New York, Wien, 2005.
Forschungsprojekt innerhalb der Jacobs Summer Research Group 2008/09
Zwischen Priester und Peerkultur? Religiöse Identitätsprozesse von Jugendlichen im transnationalen Spannungsfeld
Jugendliche mit Migrationshintergrund leben verschiedene kulturelle Zugehörigkeiten im transnationalen Beziehungsgeflecht zwischen Einwanderungs- und Herkunftsgesellschaft. In punkto Religion folgen sie, wenn überhaupt, meist der konfessionellen Zugehörigkeit der Eltern und suchen mit ihnen entsprechende Gemeinden im Einwanderungsland auf. In meinem Forschungsprojekt konzentriere ich mich deshalb auf zwei solche Gemeinden mit hoher Anzahl von MigrantInnen, die koptisch-orthodoxe Kirche in der Schweiz und eine christliche Freikirche in Deutschland, um mehr über die Formen ihrer Kinder- und Jugendarbeit zu erfahren. Haben Jugendliche mit Migrationshintergrund hier die Möglichkeit, Gleichaltrige in ähnlicher Situation zu treffen – und inwiefern bestimmt diese Peerkultur Prozesse der religiösen Identitätsbildung? Welche Rolle spielen Autoritäten in der Nachwuchsarbeit (angefangen beim Priester über professionelle und ehrenamtliche Erwachsene in der Gemeinde) und wie wird von ihnen das Generationenverhältnis thematisiert?
Im Rahmen der ethnografischen Fallstudien sind Gruppen- und Expertengespräche geplant, die die Datengrundlage für rekonstruktive Auswertungsverfahren bilden sollen.